Offene Workshopangebote chronologisch

Anmelden und Maschinenführerscheine sichern!

Textilien färben mit Procion MX für Patchworker mit Claudia

kursfoto1 kursfoto2kursfoto3 kursfoto4

In vielen Schränken schlummert noch hochwertige alte weiße oder zart pastellfarbene Wäsche, die nicht mehr benutzt wird, weil die Größe der Betten oder der Tische nicht mehr passt. Die damals sehr teure Aussteuerbettwäsche eignet sich perfekt zum Färben mit den Kaltwasserreaktivfarbstoffen von Procion MX, die alle Naturfasern färben. Was ist der Vorteil von Kaltwasserreaktivfarben? Nach dem Vorbereiten des Stoffes mit einem Fixiermittel können die Stoffe einfach bei Zimmertemperatur weiterverarbeitet werden. Da sie nicht in einem Topf gekocht werden müssen, geht das Färben sehr zügig, multicolorfärben ist möglich. Aber auch fast einfarbige, nur leicht changierende Farbtöne sind möglich. Diese passen besser als gekauften Unis zu selbst gefärbten Stoffen.

Alte Spitzen, viele Bänder und Stickgarne können ein- oder mehrfarbig gefärbt werden.

Für welche Projekte kann gefärbt werden?

Samt, Seide, Spitzen, Bänder eignen sich wunderbar für Crazyquilts. Alte Bett- und Tischwäsche in Fat Quarter geschnitten können für alle Quilts verwendet werden. Selbstgefärbte Stoffe sind auch wunderbar für Impro- oder Landschaftsquilts geeignet. Da die alte Bettwäsche oft sehr dicht gewebt ist, eignet sie sich nicht so gut zum Handquilten, Maschinenquilten ist kein Problem.

Wie ist der Kurs aufgebaut?

Zuerst wird die Theorie über Grundfarben und Farbkreise vermittelt, damit das Mischen der gewünschten Farben auch sicher gelingt. Es werden die Eigenheiten und Anwendungsmöglichkeiten von Procion MX erklärt, so dass es nach dem Färben kein Ausbluten gibt. Es stehen zahlreiche Färbeproben mit den genauen Mischungsverhältnissen zur Anschauung bereit, um die gewünschten Farbtöne schneller erzielen zu können. Es wird erklärt wie man aufeinander abstimmte Farbreihen erzielen kann, aber auch wie man ganz zarte Farbtöne erzeugt, die an Naturfarben erinnern.

Als Techniken wird das Färben in Tüten, in der Schale, mit dem Pinsel, mit kleinen Hilfsmitteln und mit einfachen Shibori-Techniken gezeigt. Dann dürfen die TeilnehmerInnen mit ihren mitgebrachten Textilien ihn den Lieblingstechniken arbeiten. Alle Techniken sind fast spritzerlos, es wir keine große Farbseen auf Tisch und Boden geben.

Was kann gefärbt werden?

Alle Gewebe, Spitzen, Stickgarne und Bänder aus Naturfasern wie Baumwolle, Leinen, Hanf und Bambus, aber auch Seide und Viskose nehmen die Farbe gut an. Egal ob Mull oder Samt, Satin oder Tuch, solange das Färbematerial aus Naturfasern besteht, nimmt es Farbe an.

Patchworker brauchen viele Farbtöne – deswegen empfehle ich als Größe der Stoffstücke zum Färben etwa die Größe eines Fat Quaters von 45 x 55 cm, für breitere Stoffstücke bis 1,40 eher schmale Streifen. Nur bei Stoffen für Landschaftsquilts, wo man verschiedene Farbverläufe großzügiger genötigt, kann man größere Stoffstücke verwenden.

Was muss mitgebracht werden? Mit der Anmeldung wird eine PDF-Datei verschickt, was genau benötigt wird, hier nur das Wichtigste:

Der Stoff muss vorher mit einer Waschsodalösung fixiert werden. Es ist wirklich einfach, wenn man eine Wäschewanne, ein paar Putzhandschuhe, Schutzbrille und eine Packung Waschsoda sowie einen Stab zum Umrühren hat. Die Stoffe werden getrocknet zum Kurs mitgebracht. Für das Färben ist im FabLab schon viel vorbereitet, Tischschutz und Farbstoffe werden zur Verfügung gestellt. Mitgebraucht werden müssen die persönliche Schutzkleidung oder alte Klamotten, Gefäße, Pinsel, Stifte usw. und die vorbereiteten Stoffe.

Die fertig gefärbten Stoffe werden in Tüten verpackt und müssen 24 – 48 Stunden ruhen, bevor sie in der Waschmaschine ausgespült werden können. Zum Transport eignet sich eine Wäschewanne gut, in der die Tüten ruhen können. Wer mit der Bahn anreist, sollte zwei sehr feste Abfalltüten ineinanderstecken, damit nicht doch aus Versehen etwas Färbeflüssigkeit austritt.

Ein- oder mehrfarbig Färben von Stoffstücken in der Tüte zu Färben geht am zügigsten, es können etwa 40 -  50 Fat Quarter gefärbt werden, wenn man sich alleine darauf konzentriert. Wer einzelne Elemente anmalen oder mit Zufallsmustern versehen möchte benötigt mehr Zeit. Ungefärbte, aber fixierte Textilien können ohne Probleme bis zum nächsten Färben gelagert werden.

Unkostenbeitrag für Farbstoffe, Skript und Material 12 Euro

Details

Datum, Uhrzeit Sa., 01.08.2026, 09:00
Terminende Sa., 01.08.2026, 16:00
max. Teilnehmer 8
Freie Plätze 8
Preis 49,00 €
Ort FabLab-Bayreuth e. V.

Referenten

Claudia Söllner

Workshopleiterin

Kunst und Design, Natur und Technik sind für mich keine Gegensätze, ich verbinde sie gerne zu Werken, die individuell genau für den Zweck passen müssen, für den ich sie designt habe. Auch wenn ich einige Maschinen zuhause habe, die Vielfalt des Angebots im FabLab begeistert und inspiriert mich immer wieder. Da einer meiner Schwerpunkte das Nähen von Taschen, Patchworkquilts und Kleidung ist, gebe ich dieses Wissen gerne weiter. Auch reine Handarbeit wie bei Holz- oder Buchbinderarbeiten begeistern mich.

Location Map

Über uns

Das FabLab-Bayreuth, die offene Hightechwerkstatt Oberfranken, steht für Demokratisierung von Hightech. Durch niedrigschwelligen Zugang soll allen Menschen die Möglichkeit geschaffen werden, am technologischen Fortschritt teilzunehmen.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.